Eine Studie zeigt: Bei der „richtigen“ Musik schmeckt Wein intensiver.
Wein schmeckt intensiver, wenn man die „richtige“ Musik dazu hört. Diese scheinbar triviale Erkenntnis wurde nun wissenschaftlich untersucht und bestätigt.
„Wenn man etwa ein wuchtiges Musikstück wie die Carmina Burana von Carf Orff hört, wird ein Wein wie Cabernet Sauvignon um 60% kräftiger und robuster empfunden als ohne Musikbegleitung. Ein Chardonnay wieder wirkt um 40% mächtiger und frischer bei Popmusik als in der Stille“, sagt Professor Adrian North von der Heriot-Watt University im schottischen Edinburgh über die Ergebnisse seiner Studie.
Prof. North hat 250 Versuchspersonen jeweils allein mit verschiedenen Weinen in fünf verschiedene Zimmer gesetzt, in denen fünf verschiedene Musikstile gespielt wurden bzw. vollkommene Stille herrschte. Dort mussten die Versuchstrinker das Geschmacksempfinden des jeweiligen Weines beurteilen und nach einem vorgegebenen Schema exakt bewerten.
Der Forscher beschäftigt sich seit vielen Jahren mit dem Einfluss von Musik auf den Menschen. „Wir wissen seit langem, dass Musik das Verhalten und die Stimmung des Menschen beeinflusst. Aber unsere Studie hat zum ersten Mal wissenschaftlich bewiesen, dass Musik auch das Empfinden der andereren Sinne beeinflusst und die Art und Weise verändert, wie Wein geschmacklich wahrgenommen wird.“
Bestimmte Musikstile und –richtungen stimulieren jeweils unterschiedliche Teile des Gehirns. Wenn nun Wein getrunken wird, sind – abhängig von der Musik – unterschiedliche Hirnregionen bereits aktiviert und beeinflussen ihrerseits die Art und Weise, wie der Geruchs- und der Geschmackssinn den Wein empfinden.
Try this at home!
Zur praktischen Überprüfung der Studie von Prof. North empfehlen wir einen Selbsttest zu Hause und haben einige Kombinationen von Musik und Wein für Sie zusammengestellt.
- Durchgang: Trinken Sie allein und bei größtmöglicher Stille im Raum einige Schluck des ausgewählten Weins.
- Durchgang: Zum Wein passende Musik (siehe unten) spielen und das Experiment wiederholen. Der Studie gemäß sollte derselbe Wein nun intensiver schmecken.
Teilen Sie uns Ihre persönlichen Erfahrungen mit!
Mozart, Bach
Champagner Blanc Souverain, Henriot
Riesling, Philipp Wittmann
Grüner Veltliner Wieden, Salomon Undhof
Volksmusik
Riff Rosso, Alois Lageder
Blaufränkisch Gmärk, Ernst Triebaumer
Bob Dylan, Neil Young
Viognier, Graf Hardegg


Dieser Studie kann ich nur zustimmen. Ein wunderbarer Wein soll ein Genuss sein! Dazu gehört natürlich eine passende Umgebung und Geräusche. So schmeckt ein guter Wein sogar besser auf einer Terrasse eines Ferienhauses in der Toskana, als in einer von Zigarettqualm überladenen Gaststätte oder auch zur klassischen Musik. Ich von Meevio sage Daumen hoch zum Weingenuss!