Französische Forscher haben nun das „Geheimnis“ entdeckt, wie sich das Sprudeln in einem Glas Champagner länger hält: einschenken wie Bier!
Die beste Möglichkeit, möglichst viel Kohlendioxid im Champagnerglas zu bewahren, ist, das Glas beim Einschenken schief zu halten und den Schaumwein langsam die Glasinnenwand entlang einzugießen – so wie beim Bier.
Das zeigt eine an der Universität Reims in Frankreich durchgeführte und am vergangenen Freitag im Journal of Agricultural and Food Chemistry publizierte Studie.
Bei der „Bier-Methode“ bleibt die Kohlendioxidkonzentration – also die berühmten kleinen Bläschen – besser erhalten als bei der traditionellen Einschenkmethode (bei aufrechtem Glas gerade von oben, warten, bis sich die aufbrausende „Mousse“ setzt und dann nachschenken).
Die Bier-Methode sei viel „sanfter“ als die traditionelle Champagner-Methode, dabei entweiche viel weniger Kohlendioxid, so die Studie, durchgeführt von einer Arbeitsgruppe um den Champagner-Experten Prof. Gerard Liger-Belair. Die Untersuchung zeigte auch, dass Champagner umso länger im Glas sprudelt, je kühler er eingeschenkt wurde. Bei höheren Temperaturen geht das Kohlendioxid schneller verloren.
Die Ergebnisse:
• Bei einer Champagner-Temperatur von 4° sank beim Einschenken mit der Bier-Methode die Kohlendioxidkonzentration im Glas gegenüber der Flasche nur um 14%. Bei der Champagner-Methode hingegen um 25%.
• Bei 12° waren die Werte –17% bei der Bier-, und –28% bei der herkömmlichen Einschenkmethode.
• Nur bei 18° war der Kohlendioxidverlust bei beiden Einschenk-Methoden annähernd gleich.
Das Team von Prof. Liger-Belair konnte mit Hilfe einer Infrarot-Technik die gasförmige Kohlendioxid-Wolke sichtbar machen, die beim Einschenken aus dem Champagner entweicht und am Glas entlang nach unten fließt.
Ob sich diese „hemdsärmelige“ Art, edlen Champagner wie Bier einzuschenken, durchsetzen wird, bleibt allerdings abzuwarten.
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