Gräfliche Notizen


Der bemerkenswerte “Weingutsbericht” des Südtiroler Weinguts Manincor 

Viele Weingüter beglücken uns Schreibende mit mehr oder weniger gelungenen Jahres- und sonstigen Tätigkeitsberichten, häufig auf modernen Datenträgern wie CD oder DVD. Man denkt sich: Wer soll das alles lesen?

Ein besonders gelungenes Beispiel hingegen ist uns vor kurzem in die Hände und positiv aufgefallen: Der ganz traditionell auf Papier gedruckte „Weingutsbericht“ des Südtioler Weinguts Manincor der Familie Goëss-Enzenberg.

Der etwas trockene Titel „Weingutsbericht“ täuscht über Form und Inhalt gewaltig hinweg: Die einmal jährlich erscheinende (also zu selten, um zu langweilen), 24-seitige Publikation hat ein elegantes Format, ist graphisch ansprechend gestaltet, gut geschrieben, interessant zu lesen und dreisprachig (italienisch-deutsch-englisch).

Wer je das Weingut am Kalterer See besucht und Michael Graf Goëss-Enzenberg kennengelernt hat, weiß: Dieses Paper lässt den Manincor-Esprit erahnen, vor allem in Bezug auf die Biodynamik, der sich der Graf verschrieben hat. Mit dem Jahrgang 2009 ist die Umstellung der Weingärten abgeschlossen und alle Weine sind nun biodynamisch zertifiziert.

Graf Goëss-Enzenberg hat das alte Weingut vor wenigen Jahren im modernen Stil, dabei sehr behutsam umgebaut. Zum Sortiment gehören neben reinsortigen Südtiroler Klassikern wie Lagrein, Kalterer See, Weißburgunder oder Goldmuskateller auch mehrere, sehr gelungene weiße und rote Cuvées, etwa mit Merlot und Cabernet. 

Weingutsbericht Manincor 

Weine von Manincor


Hinterlasse eine Antwort