In einer vierteiligen Serie stellen wir Ihnen die besten Winzer im Karst vor.
Teil II: Sandi Škerk – der stille Denker
Wie der Mann, so der Wein: Sandi Škerk ist ein feiner, ruhiger, intellektueller, nachdenklicher, zurückhaltender Mensch. Dementsprechend sind seine Weine die vermutlich feinsten im Karst.
Škerk (sprich „Schkerk“) gehört zur heute im Karst tonangebenden Generation der 40- bis 50jährigen, einschlägig ausgebildeten und intelligenten Winzer, die den Weinbau absolut professionell und qualitätsorientiert betreiben.
Die langjährige Pionierarbeit seines Vaters Boris mit zeitgemäßem Geist und Mitteln fortsetzend, bewirtschaftet Sandi sechs Hektar, nach Süden, zum Meer hin ausgerichtete Weingärten mit stiller Emotion und bedächtiger Akribie.
Er setzt auf das qualitätsorientierte Guyot-System und niedrige Stockerziehung – „so geht die Kraft des Weinstocks in die Frucht, nicht ins Holz“ – und erntet nur 1/2 kg Trauben pro Rebstock!
Auch Škerk ist ein Karst-Winzer, der sich nie “durch Massenproduktion korrumpieren lässt und Qualität durch Menge ersetzen würde”, wie der Schriftsteller und Karst-Kenner Veit Heinichen sagt.
Der kleine, blitzsaubere, aus dem Karstfelsen mit Diamantseilen herausgeschnittene Keller wirkt wie eine natürliche Klimaanlage. Die Weine? Mehrere Monate Maischezeit, Vergärung mit Naturhefen im offenen Holzbottich, naturbelassen, nicht filtriert oder geklärt. Sowohl für die weißen Vitovska und Malvasia als auch für den roten Terrano gilt: fein, frisch, mineralisch und „salzig“.
Die Weine bekommen im Gambero Rosso – der italienischen “Wein-Bibel” – regelmäßig 2 Gläser.


