Sir John betrinkt sich auf höchstem Niveau


Ein Film macht Lust aufs Chablis-Trinken

Schön, wenn man Hochgeistiges mit Geistreichem verknüpfen kann: zum Beispiel Wein mit Filmkunst.

Als im britischen Decanter vor einigen Tagen die Chablis von Top-Weingütern wie Louis Michel oder William Fèvre großartig bewertet wurden, fiel uns ein Film ein, in dem ständig Chablis getrunken wird.

Dieser Film von Alan Resnais ist aus 1977 und heißt Providence – so wie das pompöse Landhaus, in dessen Einsamkeit ein sterbender alter Schriftsteller, wie immer grandios gespielt von Sir John Gielgud, eine schlaflose Nacht lang gegen Schmerz, Schuldgefühle und Todesangst kämpft: Er lässt sich mit Chablis, seinem Allheilmittel, volllaufen, und phantasiert Szenen zu seinem letzten Roman zusammen.

Wo immer sich dieser Film abspielt, im Haus oder im Garten vor dem Haus, steht wohlgekühlt eine Flasche Chablis bereit, zu welcher nicht nur Sir John, sondern, im metaphysischen Sinn, auch der Zuseher ständig greift.

Das Gute: Man kann Chablis trinken, ohne sich Providence anzusehen, und man kann sich den Film ansehen, ohne Chablis zu trinken. Aber wenn man sich den Film ansieht, bekommt man unbändige Lust darauf. 

Denn wie sagt Sir John im Film: „For God’s sake, trink something, will you!”

Ausschnitt aus Providence

Sir John’s Chablis-Empfehlung Nr. 1

Sir John’s Chablis-Empfehlung Nr. 2


2 Antworten zu “Sir John betrinkt sich auf höchstem Niveau”


  1. Eva sagt:

    Wir waren neulich in “Wenn Liebe so einfach wäre” mit Meryl Streep, da wird auch die ganze Zeit Wein getrunken. Das ist dann wie Gehirnwäsche, raus aus dem Kino und rein ins nächste Lokal:-)

  2. Michaela Hebenstreit sagt:

    ein achterl braucht man auch nach dem film “soulkirchen”…..

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