Helicopter Drying soll Weinlese retten
Stellen Sie sich vor: Sie sind Winzer, es hat in den letzten Tagen viel und häufig geregnet und die Lese steht knapp bevor. Wenn kein Wind aufkommt und die Trauben trocknet, beginnen sie zu faulen und die Ernte ist verloren. Was tun?
Das Weingut Cakebread Cellars im Napa Valley, Kalifornien, hat vor wenigen Tagen das Problem radikal technisch gelöst: per Helicopter!
Der angeheuerte Hubschrauber überflog in wenigen Metern Höhe die Weingärten, um die Trauben und Blätter mit dem Wind der Rotorblätter zu trocknen.
Das Helicopter Drying kostet rund 400,– Dollar pro Stunde und käme, so Weingutbesitzer Bruce Cakebread, immer noch viel billiger als den Verlust eines Teils der Ernte zu riskieren.
„Es gibt keine Garantie, dass es funktioniert. Aber man fühlt sich sicherer. Ich kann nicht bloß herumsitzen und nichts tun.“ Bereits 2002 hatte Cakebread das Helicopter Drying erfolgreich eingesetzt.
Aus Sicht des Winzers, der das wirtschaftliche Risiko trägt, mag diese ungewöhnliche Maßnahme verständlich sein: Den ökologischen Footprint des Weines allerdings will man allerdings lieber nicht vorstellen …
Hier ein Video des Heli Dryings im Napa Valley.

